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Bleicherode und der Schneckenhengst
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                                       Die Sage vom Bleicheröder Wappen

Auf den Klippen des Vogelberges bei Bleicherode stand einstmals eine mächtige Raubritterburg.Kamen Kaufleute und andere Reisende an der Burg vorbei,gab es für sie kein Entkommen.Sie wurden überfallen,ausgeraubt und getötet.Machten die Opfer den Eindruck wohlhabend zu sein,nahmen die Raubritter sie mit auf die Burg,sperrten sie in den Hungerturm und versuchten von deren Familien Lösegeld zu erpressen.Zahlten die Familien wie gefordert,wurden die Gefangenen wieder freigelassen,zahlten sie aber nicht,ließ man die Gefangenen einfach im Turm verhungern.                                                                                             

Das Raubgesindel war schnell im ganzen Land bekannt und gefürchtet.Reisende,die keine andere Route wählen konnten,heuerten Landsknechte an,um sich beschützen zu lassen.Schwere Zeiten,für Schnapphähne,die sich fortan bei ihren Raubzügen blutige Köpfe holten.So suchten die Raubritter neue Opfer und fanden diese in den Bürgern der Stadt Bleicherode.Es waren schlimme Zeiten,keiner traute sich mehr die Stadt zu verlassen,nicht mal die Felder konnten mehr bestellt werden.

Eines Tages kam ein Fremder Ritter in die Stadt.Er kam von weit her,aus dem Frankenlande und er hatte schon viele Schlachten siegreich geschlagen.Da nahmen die Bürger allen ihren Mut zusammen und schilderten dem Fremden ihre Not und baten ihn,sie doch von den Raubzeug zu befreien.Der Ritter sah die Not und stimmte zu.Da machte der fränkische Ritter einen Plan.Alle wehrfähigen Männer wurden mit Waffen zum Rathaus gerufen.Zuerst machte der erprobte Recke aus den wehrlosen, ungeordneten Bürgerhaufen eine organisierte,wehrhafte Bürgerwehr.Dann zog er mit dieser vor das Raubnest.Dreimal forderte der edle Ritter den Burgherrn auf,sich zu ergeben.Dr Raubritter lachte und verhöhnte ihn nur.

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 Die Bleicheröder Bürger hatten jedoch,auf Geheiß des Franken,eine mächtige Buche gefällt.Aus dessen Stamm machten sie dann einen gewaltigen Rammbock,der von über dreißig kräftigen Männern geführt werden mußte.Auf Kommando des fränkischen Ritters begannen sie,das Burgtor zu rammen.Sieben Mal krachte Holz auf Holz,bis es splitterte und zerbarst,dann fiel das Burgtor in sich zusammen.Die Bürgerwehr,unter Führung des Ritters,stürmte schwerbewaffnet mit Spießen,Äxten,Speeren,Morgensternen und Schwertern die Burg.Kein Räuber hatte eine Chance gegen den kampferprobten Ritter und die wütende Bürgerwehr.Es wurde blutige Rache genommen,um auch die zahlreichen,getöteten Mitbürger zu rächen.Der Raubgraf sah sich dem mächtigen Dorfschmied gegenüber,der ihn mit seinem riesigen Morgenstern schier zerschmetterte.