Start Bleicherode
Bleicherode und der Schneckenhengst Drucken E-Mail
Beitragsseiten
Bleicherode und der Schneckenhengst
Zeittafel
Seite 3
Seite 4
Seite 5
Alle Seiten

 

 Das Wahrzeichen ist vollbracht !

Die Initiatoren  Stehend von links:

Detlef Becke,Michael Lips,Kalle Panterodt,Bernd Hartmann,Frank Rosteck,Kai Hartmann

Kniend:

Edgar Wagner

 

 


 

 

Zeittafel der Entstehung des Schneckenhengstes

  • Juli 2009 reifte der Gedanke ein Modell aus Holz oder Stein,ähnlich des Nordhäuser Roland zu bauen
  • September 2009 gründete sich die Interessengruppe " Schneckenhengst " ,Frank Rostek,Detlef Becker,Kai Hartmann,Karl Heinz Panterodt und Edgar Wagner
  • Oktober 2009 wurde ein 3m großes Plakat am Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt und Meinungen der Bürger hinter fragt
  • Dezember 2009 und Februar 2010,erste Anschubfinanzierung durch Frank Rostek und private Spende von Andreas Weigel
  • Bis Anfang Mai 2010 Bau eines Modell aus Styropor mit farblicher Gestaltung durch Kai Hartmann,Michael Lips und Bernd Hartmann
  • April 2010 Vorstellung des zukünftigen Wahrzeichen zur Stadtratssitzung
  • 22.05.2010 öffentliche Aufstellung vor dem Rathaus,vorstellen der Initiative der Kreissparkasse Nordhausen "Eins plus eins für die Region ",vertreten waren MDR Thüringen ,Bleicheröder Echo und Thüringer Allgemeine
  • Beginn der  Spendensammlung
  • Kinoveranstaltung im Dezember 2010 mit alten Filmen von Bleicherode.Udo Reuter  und Karl Heinz Panterodt konnten mit ihren Aktivitäten den Vorsitzenden des Heimat und Fremdenverkehrs Vereines Dr. Uwe Landsiedel begeistern. Die Einnahmen der 1.Veranstaltung wurden dem Schneckenhengst zur Verfügung gestellt.
  • Februar 2011,Absprachen mit Bauamt,Architekt und Kai Hartmann nach 1.maßstabgerechter Skizze, angepaßt an das Rathaus und dem späteren Stellplatz.
  • 08.03.2011 Anlieferung des Holzes zum Schnitzen
  • 15.03.2011 Beginn der Holzarbeiten 
  • 11.05.2011 Verdopplung des zugesagten Betrages der Kreissparkasse Nordhausen im Rahmen der Aktion "Eins plus eins für die Region"
  • Juli 2011,Verlegung der Dachrinne am Rathaus
  • Anfang August 2011, ausheben des neuen Fundamentes
  • 10.08.2011 ,Dokumente über die Geschichte von Bleicherode,die Idee der Interessengemeinschaft,der Entstehung des Wahrzeichen von  Planung bis zur Fertigstellung des Ritters,Liste der Spender und Zeitdokumente wurden durch Firma Detlef Becker in das gegossene Fundament eingebracht
  • Ende August 2011,Verblendung des Sockel durch Firma Schäufle
  • 10.09.2011 Einweihungsfest der Bürger von Bleicherode
  • August 2016 Wartungsarbeiten,farbliche Auffrischung und verschließen von Holzspalten
  • 10.09.2016  Feierlichkeiten zum 5 jährigen Geburtstag der Aufstellung

           Die Idee aus Styropor -steht  jetzt  auf dem Saal des Bürgerhofes von Bleicherode

 


                                       Die Sage vom Bleicheröder Wappen

Auf den Klippen des Vogelberges bei Bleicherode stand einstmals eine mächtige Raubritterburg.Kamen Kaufleute und andere Reisende an der Burg vorbei,gab es für sie kein Entkommen.Sie wurden überfallen,ausgeraubt und getötet.Machten die Opfer den Eindruck wohlhabend zu sein,nahmen die Raubritter sie mit auf die Burg,sperrten sie in den Hungerturm und versuchten von deren Familien Lösegeld zu erpressen.Zahlten die Familien wie gefordert,wurden die Gefangenen wieder freigelassen,zahlten sie aber nicht,ließ man die Gefangenen einfach im Turm verhungern.                                                                                             

Das Raubgesindel war schnell im ganzen Land bekannt und gefürchtet.Reisende,die keine andere Route wählen konnten,heuerten Landsknechte an,um sich beschützen zu lassen.Schwere Zeiten,für Schnapphähne,die sich fortan bei ihren Raubzügen blutige Köpfe holten.So suchten die Raubritter neue Opfer und fanden diese in den Bürgern der Stadt Bleicherode.Es waren schlimme Zeiten,keiner traute sich mehr die Stadt zu verlassen,nicht mal die Felder konnten mehr bestellt werden.

Eines Tages kam ein Fremder Ritter in die Stadt.Er kam von weit her,aus dem Frankenlande und er hatte schon viele Schlachten siegreich geschlagen.Da nahmen die Bürger allen ihren Mut zusammen und schilderten dem Fremden ihre Not und baten ihn,sie doch von den Raubzeug zu befreien.Der Ritter sah die Not und stimmte zu.Da machte der fränkische Ritter einen Plan.Alle wehrfähigen Männer wurden mit Waffen zum Rathaus gerufen.Zuerst machte der erprobte Recke aus den wehrlosen, ungeordneten Bürgerhaufen eine organisierte,wehrhafte Bürgerwehr.Dann zog er mit dieser vor das Raubnest.Dreimal forderte der edle Ritter den Burgherrn auf,sich zu ergeben.Dr Raubritter lachte und verhöhnte ihn nur.

.

 Die Bleicheröder Bürger hatten jedoch,auf Geheiß des Franken,eine mächtige Buche gefällt.Aus dessen Stamm machten sie dann einen gewaltigen Rammbock,der von über dreißig kräftigen Männern geführt werden mußte.Auf Kommando des fränkischen Ritters begannen sie,das Burgtor zu rammen.Sieben Mal krachte Holz auf Holz,bis es splitterte und zerbarst,dann fiel das Burgtor in sich zusammen.Die Bürgerwehr,unter Führung des Ritters,stürmte schwerbewaffnet mit Spießen,Äxten,Speeren,Morgensternen und Schwertern die Burg.Kein Räuber hatte eine Chance gegen den kampferprobten Ritter und die wütende Bürgerwehr.Es wurde blutige Rache genommen,um auch die zahlreichen,getöteten Mitbürger zu rächen.Der Raubgraf sah sich dem mächtigen Dorfschmied gegenüber,der ihn mit seinem riesigen Morgenstern schier zerschmetterte.


Dann wurden die Vorrats-und Schatzkammer geöffnet und siehe da,alles was den Bleicherödern in den letzten Jahren geraubt worden war,lag dort beisamme.Alles wurde an die Besitzer zurückgegeben und was nicht zuzuordnen war,wurde zum Schluß verteilt.Und auch der Ritter aus Franken wurde reich belohnt.Damit sich solch Raubzeug nicht wieder ansiedeln konnte und sich solch Unrecht nie wiederholt,wurde die Burg bis auf die Grundmauern geschliffen.Bald ritt der edle Franke weiter.Aus Dankbarkeit und zu Ehren,nahmen die Bleicheröder Bürger sein Abbild in ihr Stadtwappen auf.Auch wurde es in Stein des Rathauses gemeißelt und so bis heute in Ehren und Andenken gehalten.

 

 Quelle:Sagen,Mythen und Legenden aus dem Harz    Band 2  von Bernd Sternal und Lisa Berg